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BILDERWELTEN Ausstellung in Spanien

BILDERWELTEN Ausstellung in Spanien

Neben der gelieb­ten Pflicht die Kür: Mit gro­ßem Publi­kums­in­ter­esse und guter Reso­nanz ist unsere Aus­stel­lung BIL­DER­WEL­TEN — MUNDOS EN IMA­GI­NES in Spa­nien zu Ende gegan­gen. Die Gale­rie Mel­chior Zapata in Beni­cas­sim mit ihren ath­mo­sphä­ri­schen Räumen gab einen gelun­ge­nen Rah­men für unsere Bil­der. Und was uns beson­ders gefreut hat, das regio­nale TV-Kulturprogramm wid­mete den BIL­DER­WEL­TEN einen Bei­trag. Herz­li­chen Dank an die Stadt Beni­cas­sim, die der Ver­an­stal­ter die­ser Aus­stel­lung war. ErrorJava­script not activated Rund­gang BIL­DER­WEL­TEN       |       TV Bericht des Mira­dor Cul­tu­ral      |      » zur Bil­der­ga­le­rie BILDERWELTEN „Nicht die Abbil­dung der Wirk­lich­keit ist das Ziel der Kunst, son­dern die Erschaf­fung einer eige­nen Welt.“ Diese Worte von Fer­nando Botero, kolum­bia­ni­scher Maler und Bild­hauer, beschrei­ben die in unse­rer Aus­stel­lung BIL­DER­WEL­TEN — MUNDOS EN IMA­GI­NES gezeig­ten Foto­gra­fien sehr tref­fend: Die Bil­der laden das Auge des Betrach­ters ein, in ihnen zu wan­dern und zu ver­wei­len — sich hin­ein zie­hen zu las­sen in eine andere Welt, die teil­weise schon fast unwirk­lich scheint. Das macht ihre beson­dere Aus­strah­lung aus. Viele Foto­gra­fien von René Led­rado zei­gen Motive, die durch die Tech­nik der Lang­zeit­be­lich­tung und das Ein­sam­meln des in der Däm­me­rung vor­han­de­nen Rest­lich­tes zu Gemäl­den aus Licht und Zeit wer­den. Die beson­dere Far­big­keit der Bil­der ent­steht nur durch Ver­stär­kung oder Abschwä­chung der ohne­hin vor­han­de­nen Far­big­keit, die aber tat­säch­lich erst sicht­bar wird durch das Sam­meln des mit dem blo­ßen Auge nicht mehr sicht­ba­ren Rest­lich­tes des ster­ben­den Tages. 1. „Zwie­licht — eine andere Welt“ — in der Däm­me­rung, kurz nach Son­nen­un­ter­gang lie­gen fan­tas­ti­sche Auf­nah­men ver­bor­gen. Übli­cher­weise fan­gen Foto­gra­fien den Moment, den Bruch­teil einer Sekunde, ein.  Aber sie kön­nen zu einer Art Gemälde aus Licht wer­den, wenn auf ihnen eine län­gere Zeit­spanne fest­ge­hal­ten wird. Beim Foto­gra­fie­ren in der Däm­me­rung sieht das Auge fast nur noch grau — die Kamera aber sam­melt das Rest­licht und lässt Bil­der erschei­nen, die in der Zeit ver­bor­gen sind. Lange Belich­tun­gen, 30 Sekun­den und län­ger, brin­gen eine ver­zau­berte Welt zurück ins Licht. Es sind die letz­ten Far­ben eines enden­den Tages, die diese unge­wöhn­li­chen Licht­stim­mun­gen ent­ste­hen las­sen. Darin liegt der unwi­der­steh­li­che Zau­ber die­ser Bilderwelten. Die Auf­nah­men sind zum Teil an der spa­ni­schen Mit­tel­meer­küste nörd­lich von Valen­cia ent­stan­den. An der fel­si­gen Küste ver­rauscht die tosende Bran­dung bei den Lang­zeit­be­lich­tun­gen zu zar­ten Schlei­ern. Die Wild­heit der Natur, die man durch­aus noch erkennt, bil­det dabei einen schö­nen Kon­trast zum Traum­haf­ten, in das die Motive ent­füh­ren möchten. 2. „Land­schaf­ten — magisch grüne Welt“ — bei den Land­schaf­ten mit ihrer fast mono­chro­men Far­big­keit, ent­steht der Ein­druck man befin­det sich in einem Natur­raum. Ein Raum mit Wän­den, Boden und Decke. Wenn man sich in sie ver­tieft, befin­det man sich mit­ten­drin und ist nicht mehr nur Betrach­ter. Darin ein­ge­so­gen riecht man das fri­sche Grün, hört das Rascheln klei­ner Tiere. Man spürt den küh­len Mor­gen­ne­bel auf der Haut und frös­telt ein wenig, in Anbe­tracht der Gefah­ren, die im Gespens­ter­wald lau­ern könn­ten. Es sind diese sehr kon­zen­trier­ten Aus­schnitte — meist mit Weit­win­kel auf­ge­nom­men  — kom­bi­niert mit den mono­chro­men Farb­räu­men, die den Betrach­ter fast wie in dem jewei­li­gen „Natur­raum“ ste­hen lassen. 3. „Ver­las­sene Orte — eine ver­sun­kene Welt“ — Still­ge­legte Fabri­ken waren über Jahr­zehnte der Lebens­mit­tel­punkt vie­ler Men­schen, der Klang von Stim­men und Maschi­nen erfüllte die Betriebs­hal­len, doch jetzt herrscht dort die Stille. In den Bil­dern von Indus­trie­bra­chen ent­steht durch die teil­weise enorme Ver­stär­kung vor­han­de­ner Far­ben eine uns fremde Welt. Rui­nen – seit Jah­ren ver­las­sene Hal­len – dem Ver­fall preis­ge­ge­ben, erhal­ten durch die Far­big­keit wie­der etwas Leben­di­ges. Sie ver­lie­ren ihre schmut­zige Nackt­heit und wan­deln sich zu fremd­ar­ti­gen und geheim­nis­vol­len Räumen. 4. „Por­traits aus einer ande­ren Welt“ — Einige der insze­nier­ten Por­trai­t­auf­nah­men  spie­len in einer Art Traum­welt mit Elfen und ande­ren Gestal­ten. Andere wie­derum erin­nern an klas­si­sche Motive...

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